Bei Keramik denken alle zuerst an Tassen uns Schüsseln - Lorena hat etwas anders vor.

Endlich ist es wieder soweit! Sehnlichst erwartet, wer ist eigentlich bei Business, Baby! in diesem Jahr dabei?


Wie proudly present: Lorena Fröhlich von Note 3 Keramik.

Erzähl kurz von dir als Person und wie war dein beruflicher Weg bis hierhin?

Ich bin Lorena und 32 Jahre alt. Ich habe Architektur studiert und in der Zeit des Studiums sind auch meine beiden Kinder auf die Welt gekommen. Nach meinem Diplom habe ich sowohl in einem Architektur- als auch einem Ingenieursbüro gearbeitet. Aber es hat ein paar Jahre, die Coronazeit und ein paar chronische Krankheiten gebraucht um zu merken, dass ich in diesem Bereich gar nicht arbeiten möchte. Nach langer Überlegung habe ich dann entschieden mich als Keramikerin selbstständig zu machen.

Was ist deine Geschäftsidee?

Natürlich denken die meisten bei Keramik erstmal an Tassen, Schüsseln und Teller. Ich möchte mich allerdings um etwas ganz anderes kümmern - Sextoys. Ich weiß schon lange, dass es so etwas auf dem Markt (noch) nicht gibt. Glas- und Porzellandildos und -plugs gibt es schon, aber Toys die handgedreht aus Keramik sind? Nein. Inzwischen sind natürlich auch ein paar andere Ideen dazugekommen. Neben Schmuck und Weihnachtsdeko arbeite ich gerade an Haltern für Räuchenstäbchen - in Form von Vulven.

Wie bist du auf die Idee gekommen?

Die Frage bekomme ich oft und meine Antwort ist: ich weiß es nicht. Die Idee war einfach plötzlich da und ist viele Jahre als Traum oder Vision in meinem Hinterkopf geblieben. Und irgendwann war dann die Zeit ins kalte Wasser zu springen und die Idee in die Tat umzusetzen.

In welcher Phase bist du gerade in deiner Gründung?

Ich bin noch sehr am Anfang meiner Selbstständigkeit. Für den Gründungszuschuss vom Arbeitsamt musste ich mich hauptberuflich selbstständig melden und seitdem arbeite ich offiziell als Keramikerin. Allerdings bin ich immer noch dabei Produkte zu verfeinern und die passenden Glasuren für mich und mein Unternehmen zu finden. Ich habe bereits eine Homepage, allerdings funktioniert hier erstmal nur das Nötigste. Man kann bestellen und bekommt auch ein paar Infos. Hier möchte ich in nächster Zeit noch mehr Feinschliff reinbringen.

Warum willst du selbstständig sein? Was war vielleicht ein ausschlaggebender Impuls? 

Es gibt mehrere Gründe und es gibt da nicht den einen, der ausschlaggebend ist. Erstens möchte ich nicht mehr in meinem Berufsfeld arbeiten. Ich hatte überlegt eine Ausbildung als Keramikerin anzufangen - diese Möglichkeit gibt es aber heute nicht mehr. Also konnte ich mich auch gleich selbstständig machen. Außerdem bin ich nicht an feste Arbeitszeiten gebunden. Ich bin flexibler, was die Koordination der Termine meiner Familie betrifft und da ist bei uns schon oft einiges los.

Außerdem bin ich durch chronische Krankheiten oft nicht arbeitsfähig und das ist als Festangestellte oft nicht gut zu begründen oder stößt mit der Zeit auf immer weniger Nachsicht. Zusätzlich passt mein Biorhythmus nicht gut zu den allgemeinen Kernarbeitszeiten und so kann ich auch einfach mal abends oder am Wochenende arbeiten. 

Wie vereinbarst du deine Gründung mit dem Muttersein? Was sind deine Hacks?

Wir alle wünschen uns, dass es selbstverständlich wäre, aber das ist es einfach bei vielen nicht: mein Mann übernimmt einfach sehr viele Aufgaben und kann bei Bedarf sehr flexibel arbeiten. Ich bin zum Beispiel leider super schlecht in allem, was den Haushalt betrifft. Und da übernimmt bei uns einfach die Person die Aufgaben, die er oder sie besser kann oder wer eben gerade mehr Kapazitäten hat. Und wenn ich mal Termine der Kinder nicht wahrnehmen kann, weil ich arbeiten muss, dann übernimmt er das. Ich würde das jetzt nicht unbedingt als Hack bezeichnen. Ansonsten: finanzielle Unterstützung vom Amt hat mir bisher sehr geholfen und mich über die letzten Monate gebracht.

Welche Vorteile hat es für dich, bei Business, Baby! dabei zu sein?

Soooo viele. Zum einen der Input, den wir durch Vorträge oder Übungen bekommen. Dann ist es der Austausch, den wir miteinander haben (von dem ich sehr hoffe, dass er auch nach dem Programm noch anhält). Außerdem arbeite ich besser, wenn Leute mit mir zusammen arbeiten. Und da hilft es mir, dass ich im HUB die Möglichkeit zum Coworking nutzen kann. Zusätzlich haben alle in der Gruppe immer so viele neue Ideen und positive Sachen zu sagen, dass ich mich auf jeden neuen Termin freue und danach total enthusiastisch nach Hause gehe. Und auch meine Mentorin hat mir inzwischen so viele gute Ideen, Ansätze und Hilfsmittel mitgegeben - da wäre ich alleine nicht drauf gekommen.

Was sind deine Erwartungen an das Programm?

Dass sich ein gutes Netzwerk entwickelt, von dem wir noch sehr lange profitieren können. Und damit meine ich nicht mal die Umsätze, sondern die mentale Unterstützung, die gegenseitige Anerkennung. Außerdem will ich noch lange von dem zehren können, was ich bei der vorherigen Frage schon geschrieben habe.

Wo siehst du dich am Ende von Business, Baby!

Ich hoffe, dass ich bis dahin ein paar stabile Verkaufszahlen erreichen kann und sich einige meiner Abläufe (sowohl beim Töpfern als auch beim Marketing etc.) gut routiniert haben und ich trotzdem noch Spaß an meinem Job habe.

Was willst du noch sagen? 

Ich bin unglaublich dankbar für die Möglichkeit, hier mitmachen zu dürfen. Am Anfang wusste ich nicht, was mich erwartet und ich bin mehr als froh, mich angemeldet zu haben. Danke !!!

Danke für das Gespräch, Lorena!


Wir von Business, Baby! sind auch happy, dass wir Lorena an Bord haben.
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